Gesetzliche Krankenversicherungen
Geht man in der Geschichte der Gesetzlichen Krankenversicherung zurück, so erstreckte sich im Jahr 1883 der Kreis der Versicherten lediglich auf die Arbeiter. Den sozialen Frieden sichern - das war damals der Hintergrund der Einführung dieser Versicherung, die Otto von Bismarck und der damalige deutsche Kaiser gemeinsam auf den Weg brachten. Heute ist nicht auszudenken, wie die Gesellschaft aussehen würde, wenn es die Krankenversicherung nicht gäbe bzw. diese nicht in dieser Zeit des sozialen Unfriedens der Arbeiterschaft eingeführt worden wäre. Ein Bürgerkrieg wäre wohl unabdingbar gewesen. Dies vermuten Experten, die allerdings auch einen sozialen Unfrieden in der heutigen Gesellschaft sehen, weil sich die GKV mehr und mehr zu einer Zweiklassenmedizin entwickelt. Doch in die GKV Zutritt haben jede Menge verschiedene Gesellschaftsschichten, und zwar abhängig von deren Alter und von deren Beruf. Doch sind es vorwiegend immer noch die Arbeitnehmer, die in der GKV sogar pflichtversichert sind. Doch auch Studenten (die kommende Elite unter den Arbeitnehmern) und auch Landwirte, sowie auch Selbstständige und Freiberufler haben in die Gesetzliche Krankenversicherung Zutritt. Die Selbstständigen und Freiberufler allerdings können nur selbstständig Versicherte, die ihren Beitrag zur Krankenversicherung selbst aufbringen müssen. Die Arbeitnehmer indes zahlen nur die Hälfte, die Arbeitgeber zahlen die andere Hälfte der Versicherungsbeiträge.
 
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