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Was kaum ein Anfänger des Golfsports weiß, ist, dass jeder, der auf nicht-öffentlichen Plätzen spielen möchte, die Platzreife erwerben muss. Es genügt nicht, einfach nur Mitglied in einem Golfclub zu sein und alle spielbaren Plätze stehen offen. Die Platzreife ist eine Prüfung, die auch den Namen Platzerlaubnis trägt. Vor der eigentlichen Prüfung steht es natürlich jedem frei, wieviele Stunden er bei einem Lehrer buchen möchte, um fit für den Test zu sein. Der Trainer sollte ein von der Golf Association anerkannter Ausbilder sein, denn nur er hat das nötige Know How, um dem Schüler wirklich alle wichtigen Regeln und verschiedenen Spielarten beizubringen. Inhalt der eigentlichen Prüfung ist dann das Absolvieren des Golf Parcours. Es handelt sich dabei um nur eine Runde. Das Handicap des Spielers darf dabei höchstens 54 betragen. Zusätzlich zum praktischen Teil muss eine theoretische Prüfung bestanden werden. Dabei werden allgemeine Regeln sowie auch Vorschriften zur Etikette auf dem Golfplatz abgefragt. Die Regeln sollten so gut es geht aus dem Kopf beherrscht werden, jedoch hat der Prüfling die Möglichkeit, während des Tests in seinem Handbuch nachzusehen. Das hat den Hintergrund, dass der Deutsche Golf Verband der Meinung ist, dass jeder Spieler auf dem Platz ohnehin sein Büchlein bei sich trägt, um notfalls die Regeln einsehen zu können. Daher wird nicht zwingend vorausgesetzt, dass jeder wirkliche alle Regeln komplett auswendig kann. Da die Vorbereitung auf die Prüfung und der eigentliche Test selbst einige Zeit in Anspruch nehmen können, nutzen viele einen Golfurlaub zur Erlangung der Platzreife. In Deutschland wird von vielen Golfclubs ein Kurs angeboten, der zum Beispiel innerhalb von fünf Tagen die Platzreife verspricht, entsprechende Vorkenntnisse des Bewerbers natürlich vorausgesetzt. Das Ablegen der Prüfung im Urlaub hat den Vorteil, dass viele ruhiger an die Sache herangehen, da sie der Alltagsstress zu der Zeit weniger belastet. Sie können sich entspannter vorbereiten und haben vielleicht sogar Spaß an dem zusätzlichen Unterricht auf dem Golfplatz. Interessierte können sich zum Beispiel in einem Golf Hotel einmieten. Dort gibt es oft ein Komplettangebot, das nicht nur die Übernachtung und die Verpflegung beinhaltet, sondern eben auch die Möglichkeit der Teilnahme an einem Vorbereitungskurs zur Erlangung der Platzreife. Solche Komplettangebote sind in der Regel für den Urlauber recht praktisch, da er sich so um nichts weiter kümmern muss und sich voll und ganz auf die anstehende Prüfung konzentrieren kann. Nach dem Ablegen der Prüfung kann der Golfer also auf allen nicht-öffentlichen Plätzen der Golfclubs spielen. Allerdings muss seit einiger Zeit zusätzlich eine Prüfung über das Wissen um die Etikette auf dem Golfplatz abgelegt werden. |