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Der Traum zu fliegen ist so alt wie die Menschheit und wird bereits in vielen antiken Sagen beschrieben. Anfang des 19. Jahrhunderts gelang es einem Deutschen, dem Schneider Albrecht Ludwig Berblinger einen flugfähigen Gleiter zu konstruieren, während George Cayley auch um die Zeit das Prinzip des Starrflügelflugzeugs entdeckte und 1849 einen Dreidecker baute, der eine kurze Strecke flog. Aber erst mit dem Deutschen Otto Lilienthal wurde Fliegen möglich, denn er arbeitete nicht nur praktisch, sondern widmete sich auch der Theorie und entwickelte einen Vorläufer des heute bekannten Windkanals. Während Lilienthal den Segelflug erfand, führte Clement Ader mit der Eole den ersten motorisierten Flug durch, der ungesteuert stattfand. Die Eole war ein Nurflügel-Eindecker, der 1890 abhob und etwa 50 Meter weit flog, bevor sie abstürzte und zerstört wurde. Beweise gibt es nicht für den Flug von Gustav Weißkopf, der mit einem Motorflugzeug (man kann das übrigens nachspielen mit Modellflugzeugen z.B. denen von SebArt) eine halbe Meile geflogen sein soll, aber Karl Jatho legte dafür belegbare Flüge von bis zu 60 Metern zurück, wobei sich auch sein Fluggerät nicht lenken ließ, was erst mit den Brüdern Wright möglich wurde, die 1903 und 1904 ihre Flüge genau dokumentierten und bereits einen gesteuerten Vollkreis flogen. Diese ersten motorisierten Flugzeuge waren zumeist Doppeldecker, mit einem solchen überquerte auch Louis Bleriot XI. 1909 den Ärmelkanal in 37 Minuten und in einer Flughöhe von 100 Metern. Ab da ging es stetig mit der Forschung und Entwicklung von Flugzeugen weiter und die Geschichte des Flugzeugs wurde geschrieben. Henri Farman erreichte 1909 einen Rekord, indem er 180 Kilometer in drei Stunden flog, während Bleriot mit fast 80 Stundenkilometern die höchste Fluggeschwindigkeit erreichte und Hubert Latham eine Flughöhe von 155 Metern erreichte. 1910 wurde von Henri Fabre das erste Wasserflugzeug mit dem Namen "Canard Hydravion" erfunden und erfolgreich getestet, während Louis Bechereau nicht mehr Gerüste mit Stoff überzog, sondern eine Holzschale verwendete und auch einen Steuerknüppel erfand, den man heute noch benutzt. Igor Sikorski war nicht nur der Erfinder des ersten wirklichen Hubschraubers, sondern auch der Konstrukteur von Flugbooten und Großflugzeugen, die auch sicher fliegen konnten, wenn ein oder zwei Motoren ausfielen oder abgestellt wurden. Die Geschichte des Flugzeugs wurde durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg gefördert, denn Flugzeuge entwickelten sich zu sehr guten Beobachtungsmöglichkeiten und wurden auch bald mit Waffen bestückt und zu Angriffen genutzt. Nun entstand auch eine wahre Industrie und 1915 testete Hugo Junkers das erste Ganzmetallflugzeug, eine Erfindung, die maßgeblich für die Geschichte des Flugzeugs wurde. Flugzeuge wurden immer öfter zum Transport benutzt und Fluggesellschaften entstanden, die auch erste Langstreckenflüge absolvierten. Der Atlantik und seine Überquerung waren die Herausforderung, die John Alcock und Arthur Whitten Brown nonstop schafften und berühmt wurde auch Charles Lindbergh, der 1927 alleine von New York nach Paris flog (sollte man vllt. nicht mit einem Modellflugzeug von SebArt nachspielen). Wie sagt man so schön? Der Rest ist eigentlich Geschichte, denn von nun an wurden nicht nur immer mehr Flughäfen überall auf der Welt gebaut, sondern auch Fluglinien eingerichtet und im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurde es alltäglich, mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen oder als nächsten Schritt in den Weltraum. |