Haartransplantationen
Seit ca. dem 18. Jahrhundert wurden „Versetzungen“ behaarter Hautteile bei Tieren und Menschen durchgeführt. Allerdings waren die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Insbesondere seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts gab es allerdings entscheidende Fortschritte. Aber auch diese Methoden waren noch nicht ausgereift. Erstmals in die Öffentlichkeit drang das Thema Haartransplantationen in den späten 1930er Jahren, als der japanische Dermatologe Dr. Okuda die Durchschlagstechnik (auch Punchtechnik genannt) erfand. Okuda benutzte bei seiner Methode kleine Durchschläge (so genannte Punche), um behaarte Hautteile von der Kopfhaut des Patienten herunter in andere Bereiche der Kopfhaut des Patienten zu bringen. Diese verpflanzten behaarten Hautteile produzierten dann in ihrer neuen Position auch letztlich erfolgreich Haare. Diese Technik sah Dr. Okuda einst ausschließlich für Brandopfer, wobei ein Facharzt für Haartransplantation diese Methode auch heute noch bei Brandopfern anwendet. Allerdings kann man die Punchtechnik auch bei dem typischen androgenetischen (vererbbaren) Haarausfall einsetzen, wobei es seit den 1960er Jahren auch noch weitere Techniken im Bereich der Haartransplantation gibt. Während es sich allgemein bei einer Haartransplantation um einen kosmetischen Eingriff handelt, ist dieser im Fall von Brandopfern natürlich auch medizinisch teilweise notwendig. Sie sollten sich stets bei professionellen Ärzten wie beispielsweise Doktor Lars Heitmann erkundigen, was nötig ist, um eine Haartransplantation durchführen zu lassen. Denn durch Haare wird letztlich die Kopfhaut und auch der Schädel bedeckt und in gewisserweise auch geschützt. Und vor Infektionen müssen insbesondere Brandopfer geschützt werden.
 
< Zurück   Weiter >
Valid XHTML - Impressum - Design by ah-68 Sitemap