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Exraucher sind oft die schlimmsten Nichtraucher

Man zündet sich eine Zigarette an und ruft prompt einen final scheinenden Hustenanfall des Nachbarn hervor. Der steht an der Bushaltestelle etwa fünf Meter entfernt und der Wind trägt den Rauch nicht in einmal in seine Richtung.

Diese Sensibelchen sind im Regelfall ehemalige Raucher. Oft texten einen diese Moralapostel dann noch zu und machen einen auf Gesundheitspapst und Erfinder von Sitte und Anstand. Dabei haben sie bis vor einigen Tage selbst noch im Auto geraucht, während ihre kleinen Kinder hinter ihnen im Auto versucht haben, durch die Nikotinschwaden die Welt auf der anderen Seite des Autofensters zu sehen. Der Nachbar am Nebentisch des Restaurants wurde auf die Anfrage, ob das Rauchen denn sein müsse, mehr oder weniger höflich darauf verwiesen, er könne ja woanders sein Essen genießen.

Wahrscheinlich ist es Angst, dass er der eigenen Schwäche erliegen könnte und wieder zum Glimmstängel greift. Das ist dann wie bei den Hunden, die man Angstbeißer nennt. Der neugeborene Nichtraucher beißt nach allem, was ihn verführen könnte und er ist dabei so in Panik, dass er die Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht mehr kontrolliert. Es ist natürlich ein sehr harter Weg, das Rauchen aufzugeben. Doch sollten die Ex-Raucher versuchen, ihre Sucht nicht durch Überreaktionen gegenüber der Umwelt zu bekämpfen. Und ganz kurz zur anderen Seite. Geborene Nichtraucher können es häufig tatsächlich vermeiden, sich dem Qualm auszusetzen, indem sie sich eben nicht in die Abteilung Raucher setzen. Denn auch solche Nichtraucher sind keine wahre Freude.

 
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