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Seit wann es Konten gibt, ist heute nicht mehr zu belegen, die die Funktion der heutigen Girokonten bereits erfüllten. Allerdings begann die Geschichte der Konten an sich mit den Geldwechslern. Der bargeldlose Zahlungsverkehr wurde dann schließlich von den Templern eingeführt, einem Orden, der in ganz Europa Niederlassungen hatte. Insbesondere sollte dies die oftmals tödlichen Überfälle verhindern, die im Mittelalter auf Reisende verübt wurden, die auch wirklich sehr häufig viel Geld mit sich führten. Das erste Girokonto gab es dann in Deutschland von der Hamburger Bank. Dies war im Jahr 1619. Dabei rechnete man schon damals in zwei Währungen ab, die Bankwährung für Kontozahlungen (Mark Banco) genannt und die Mark Courant (für Geldumlaufzwecke). Ein Girokonto in dieser Form war damals allerdings nur den Firmen und wohlhabenden Bürgern vorbehalten. Diesen Missstand änderte 1871 die in diesem Jahr gegründete Deutsche Reichspost. Dabei sollte das Postscheckamt die Bank des „kleinen Mannes“ werden. 1876 schlug dann die Reichspost dem Reichstag einen Postüberweisungs- und Scheckverkehr vor, doch diese Idee wurde damals verworfen. Erst 1908 wurde dies wirklich realisiert. Die Schweiz kam Deutschland dabei zuvor, denn diese führte das Girokonto schon 1906 ein. In Deutschland hat sich das Girokonto allerdings erst in den 1960er Jahren durchgesetzt. |