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Ausschüttungsverhalten und Ausgabeaufschlag für die Beurteilung eines Fonds einbeziehen

So verschieden wie Menschen sind, so unterschiedlich gestalten sich auch die Erwartungen, die an eine Kapitalanlageform gestellt werden. So verwenden viele Investoren das Ausschüttungsverhalten für die Beurteilung eines Investmentfonds vor dem Hintergrund persönlicher Vermögensanlageziele. Bei sogenannten Ausschüttungsfonds kommt der Anleger meist einmal im Jahr in den Genuss einer Gewinnausschüttung. Am Tage der Ausschüttung vermindert sich der Anteilspreis des Fonds um diesen Betrag. Grundsätzlich gilt, dass in das komplette Ausschüttungsvolumen unterschiedliche Größen einbezogen werden. Dazu können unter anderem alle in einem Geschäftsjahr angefallenen Dividenden und Zinsen gehören wie auch realisierte Kursgewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren. Nicht zu vergessen ist, dass die jeweilige Anlagepolitik eines Fonds von entscheidender Bedeutung für die Ausschüttung von Erträgen ist.

All diese Bedingungen müssen in den Fonds- Vertragsunterlagen dokumentiert sein. Wer nicht auf eine regelmäßige Gewinnausschüttung angewiesen ist, kann einen Fonds wählen, der die Erträge innerhalb eines bestimmten Zeitraumes wieder anlegt. Als "Belohnung" dafür vergeben Fondsgesellschaften ihren Anlegern einen Wiederanlagerabatt. Auch bei akkumulierenden, oder auch thesaurierende Fonds genannt, werden die Gewinne nicht an die Anleger ausgeschüttet.

Das Fondsmanagement setzt die Erträge ein, um weitere Vermögenswerte zu erwerben. Für die Beurteilung eines Fonds wird oftmals auch der Ausgabeaufschlag als Kriterium verwendet. Schließlich werden Fonds mit und ohne Ausgabeaufschlag angeboten. So können der Ausgabeaufschlag sowie weitere interne Kosten für das Management und die Verwaltung Gesamtkosten für den Anleger ergeben, die nicht anfallen würden, wenn die entsprechenden Wertpapiere auf direktem Wege erworben werden. Somit sollte man auch Faktoren einbeziehen, die unter anderem in Zusammenhang mit der Haltedauer und den daraus resultierenden Kosten entstehen können.

So ist es denkbar, dass bei einer kurzen Haltedauer der Kauf von Investmentfonds mit einem hohen Ausgabeaufschlag wesentlich teurer sein kann, als vergleichsweise der Kauf ausgabeaufschlagfreier Fonds. Somit wird deutlich, dass insbesondere die Haltedauer einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtkosten nehmen kann.

 
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