Was sind das für Frauen, fragt man sich, die über solche Fähigkeiten verfügen und sich doch einen Beruf ausgesucht haben, der allgemein als ein wenig anrüchig gilt? Zum einen sind es häufig Studentinnen, die als Escort arbeiten, weil sie sich so einen üppigeren Lebensstil leisten können, als es normalerweise bei Studenten der Fall ist. Zum anderen sind es oft ehemalige Sekretärinnen, Geschäftsführer-Assistentinnen sowie Angestellte von großen Steuerberatungsgesellschaften und Rechtsanwaltskanzleien. Sie alle eint, dass sie zwar hervorragend ausgebildet sind, aber vergleichsweise schlecht verdienen. Ein Maurer mit Hauptschulabschluss bringt oft mehr Geld nach Hause als eine Fremdsprachenkorrespondentin mit Abitur. Und irgendwann sagen sich diese Frauen, dass sie nicht mehr Polo und Urlaub im Harz, sondern BMW-Cabrio und Urlaub in der Karibik wollen; und dann kündigen sie ihren alten, unzureichend bezahlten Job als Angestellte und werden kurzerhand Escort Dame, die im Monat viele, viele Tausender verdient.