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Wer den Stromanbieter wechselt, kann sich seinen Strom selbst mixen
Angesichts neuer Preissteigerungen auf dem Strommarkt appellieren Verbraucherschutzverbände und Wirtschaftspolitiker wieder verstärkt an die bundesdeutschen Haushalte, den Stromanbieter zu wechseln. Doch viele Verbraucher wechseln den Stromanbieter nicht nur aus finanziellen Aspekten, vielmehr haben Ökostromanbieter immensen Zulauf. Grund: Bei ihnen bekommt man ökologischen und regenerativ erzeugten Strom mit Herkunftsnachweis - mitunter kann man sich seinen Strom sogar selbst mixen.

Strom aus regenerativen Quellen ist in der Regel teurer als konventioneller Haushaltsstrom, der aus Kohle oder in Kernkraftwerken erzeugt wird. Das hat den Hintergrund, dass die Naturstromanbieter auch zumeist neue Anlagen für die umweltfreundliche Stromerzeugung errichten. Je nachdem, wie aufwändig das ist, ist der Ökostrom günstiger oder teurer.

Am teuersten ist der Strom, der Sonnenlicht gewonnen wird. Die dafür notwendigen Photovoltaik-Anlagen sind teuer, nicht so effizient wie andere Erzeugungsarten und müssen zudem in großem Stil errichtet werden - etwa auf Schuldächern oder öffentlichen Gebäuden. Sonnenstrom ist also am aufwändigsten und am teuersten.

Danach folgt der Strom, der aus Windkraft gewonnen wird. Hier hat es in den vergangenen Jahren enorme Effizienzsteigerungen gegeben, so dass diese Form der Stromerzeugung schon beinahe wirtschaftlich ist. Vor allem die so genannten Offshore Anlagen, die vor der Küste im Binnenmeer errichtet werden, sorgen für viel Power.

Am günstigsten und beständigsten ist die Wasserkraft - unter anderem deshalb, weil diese schon seit jeher zum Energiemix der Bundesrepublik gehört. Während sich einige Anbieter nun ihre Altanlagen versilbern lassen und den gleichen Strom wie früher mit einem Öko-Label anbieten, errichten engagierte Stromanbieter neue Anlagen. Diese können - im Gegensatz zu Sonne und Wind - das ganze Jahr über betrieben werden.

Der Verbraucher, der den Stromanbieter wechseln will, kann dann entweder eine der drei Stromerzeugungsarten wählen oder sie selbst nach eigenen Präferenzen mixen - etwa 30 Prozent Sonne, 20 Prozent Wind und 50 Prozent Wasser. Entsprechend dieser Vorgaben investiert der Anbieter dann in seine Anlagen und speist den Strom anteilsmäßig in das Netz ein.

 
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