Home arrow Bildung arrow Die Freie Meinung
Die Freie Meinung

Eines der wichtigsten Prinzipien in demokratischen Gesellschaften ist die Meinungsfreiheit: In der Bundesrepublik beispielsweise ist sie durch Artikel 5 im Grundgesetz fest verankert. Jeder kann also das sagen was er denkt - mit Ausnahme natürlich, dass die Würde eines Anderen nicht verletzt wird. Synonym bedeutet dies eine Nicht-Zensur seitens des Staates.

Nun wird aber auch in demokratischen Gesellschaften immer diskutiert (werden müssen), ob und in wie fern eine freie Meinungsäußerung tatsächlich existiert. Kann sich zum Beispiel eine Zeitung erlauben, ihrem wichtigsten Anzeigenkunden gegenüber kritisch zu sein? Wenn ja, wird sie es tatsächlich tun, wenn dieser droht seine Anzeigen woanders zu schalten? Wird ein Arbeitnehmer seinem Chef die Meinung sagen, wenn er dadurch die Befürchtung haben müsste, bei ihm in Ungnade zu fallen? Ein jeder der seine Meinung kundtun möchte, wird dies vorher zwangsläufig abwägen müssen. Somit bestimmen auch innere Zwänge den Prozess der Meinungsäußerung.

Sie sind natürlich unterschiedlich ausgeprägt: So gelingt es den sehr Mutigen selbst unter permanenter Gewaltandrohung die Meinung zu sagen, während es bei anderen lediglich ein frommer Wunsch bleibt, das zu sagen was man denkt. Es zeigt sich dass DIE Meinungsfreiheit bzw. seine Synonyme Pressefreiheit oder Freiheit des Rundfunks und Fernsehens lediglich als Idealfall auf dem Papier existiert, welches zwar angenähert, aber nicht erreicht werden kann. Denn zu einer wirklich freien Meinungsäußerung gehört nicht nur die grundgesetzliche Verankerung, sondern auch eine individuelle, innere Freiheit und den Mut, seinen Standpunkt zu verdeutlichen und dass allen Zwängen - ob von außen und/oder von innen - zum Trotz.

 
< Zurück   Weiter >
Valid XHTML - Impressum - Design by ah-68 Sitemap