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Die Bilder Edward Hoppers als Synonym für Einsamkeit

Das Thema Einsamkeit und Isolation beschäftigte den amerikanischen Realisten Edward Hopper Zeit seines Lebens in seinen Bildern. Viele von ihnen schmücken noch heute in Form von Poster oder Kunstdrucken die Räume auf der ganzen Welt. Auch wenn Hopper über fünf Jahrzehnte hinweg in seinen Bildern Bezug auf die Realität in der amerikanischen Gesellschaft nahm, so sind seine Bildaussagen doch universell verständlich und nachvollziehbar.

Jede Gesellschaft erlebt tagtäglich die Szenerien, die schon im Amerika zu Hoppers Lebzeiten Gültigkeit hatten. Und gerade die Universalität seiner Szenerien und Bildaussagen, ihre Eindringlichkeit und ihr Gesellschaft-spiegelndes Potenzial dienten diversen Filmemachern als Inspiration für ihre Sets. Das wohl berühmteste Beispiel ist Hoppers „Haus am Bahndamm“ von 1925, das keinem geringeren als Alfred Hitchcock als Vorlage für sein legendäres „Bates Motel“ im Film „Psycho“ von 1960 diente. Die in Hoppers Bild angelegte Einsamkeit und Abgeschiedenheit, die besonders durch die vorbeiführende Schiene symbolisiert wird, auf der Züge zwar vorbeifahren, aber nicht halten, bietet die Folie für die Unsagbarkeiten und Grausamkeiten, die Hitchcock in seinem Film inszeniert.

Doch auch viele der anderen Bilder Hoppers scheinen als Variation immer wieder in Filmen aufzutauchen. Eine einsame Tankstelle etwa wie in dem Bild „Gas“ konstituiert in vielen Filmen – oftmals mit einem angegliederten Café und Motel – den Lebensmittelpunkt einer abgeschiedenen Konklave, die nur deshalb besteht, weil Fernfahrer auf den endlosen amerikanischen Straßen nun mal tanken müssen. Für die Betreiber bedeutet dies ein Kommen und Gehen von Fremden, die für einen Bruchteil ihr Leben bestimmen. Sie pendeln also zwischen Einsamkeit und Flüchtigkeit, in denen langfristige menschliche Beziehungen unmöglich scheinen.

 
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