Home Autos Der EU Führerschein: Andere Länder, andere Sitten
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Der EU Führerschein: Andere Länder, andere Sitten |
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Gesetze, Verordnungen sowie lange Schulungs- und Ausbildungszeiten: Sie gelten als typisch deutsch. Nun ja, Tatsache ist, dass die Bürokratie in Deutschland den Bürgern häufig Steine in den Weg legt und viele Tätigkeiten weniger Vorbereitungszeit benötigen als vom Gesetzgeber verlangt. Es gibt allerdings auch Bereiche, wo die gründliche Ausbildung, die man in Deutschland erfährt, sich positiv auswirkt, und wo man sagen muss: Lieber zuviel and als zuwenig. Ein solcher Bereich ist das Autofahrenlernen. Tatsache ist, dass die Deutschen viel mehr Zeit in der Fahrschule verbringen als die Bürger anderer EU-Länder. Tatsache ist aber auch, dass die Deutschen – lässt man die Unfallstatistiken sprechen – bessere Fahrer sind als die meisten anderen EU-Bürger. Der EU Führerschein sollte ja für eine Vereinheitlichung der Standards bei der Fahrausbildung sorgen; dies ist allerdings Wunschdenken geblieben. Denn nach wie vor ist es in einigen EU-Mitgliedsstaaten leichter, den EU Führerschein zu bekommen, als in anderen. Besonders einfach ist es in den ehemaligen Ostblockstaaten. Dort bekommt prinzipiell jeder das begehrte Dokument ausgehändigt, völlig unabhängig von seinen Fahrkünsten. Wer meint, eventuell die Prüfung nicht zu bestehen, der langt eben in sein Portemonnaie und holt ein paar Scheinchen raus, das wird den zuständigen Beamten schon überzeugen. Anschließend darf er sich dann in sein Auto schwingen und mit seinem brandneuen EU Führerschein mit Tempo 200 über eine bundesdeutsche Autobahn rasen, obwohl er vielleicht niemals in seinem Leben eine Fahrschule von innen gesehen hat. Der EU Führerschein macht´s möglich; er ist sozusagen eine Lizenz dafür, sich einmal so richtig auf dem bundesdeutschen Straßen- und Autobahnnetz austoben zu dürfen. |
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